Die Minoische Diere
Um 2000 v.u.Z. waren die Kreter die vorherrschende Seemacht im Mittelmeer. Das mag an dem Rammsporn gelegen haben, mit dem nicht nur ihre Kriegs-, sondern auch ihre Handelsschiffe ausgestattet waren.
Der Rammsporn sollte eine der bedeutendsten Kriegstaktiken des gesamten Altertums begründen. Immer ging es darum, dem Feind mit dem Sporn in den Schiffskörper zu bohren und ihm im Idealfall denselben regelrecht aufzureißen. Als Variante konnte man die Riemen der Kontrahenten knicken und so deren Boote unbeweglich und hilflos werden lassen.
Diese Kampfweisen führte zu einer ganzen Anzahl von Fortschritten. Um ein möglichst hohes Tempo für den Rammstoß zu erreichen, wurden die Kriegsschiffe immer länger, um mehr Ruderer unterbringen zu können. Gleichzeitig verminderte sich die Zahl der Soldaten an Bord. Bei der Länge gab es jedoch eine Grenze, über die hinaus das Boot zu instabil wurde. So waren die Schiffe selten länger als 35 Meter und breiter als 4,60 Meter, der Tiefgang war mit 80 cm bis einem Meter relativ gering. Angetrieben wurden sie gewöhnlich von 50 Ruderern.
Um dennoch die Zahl der Ruderer weiter zu erhöhen, begann man schon zeitig Dreireiher (Triremen) zu entwickeln. Dies scheiterte zunächst, da man nicht wusste wie die Ruderer sinnvoll anzuordnen waren.
Zum Schutze der Ruderer wurde die Bordwand um einen Plankengang erhöht. Die untere Rudererreihe nannte man Zygiten nach dem Wort für Ruderbank. Die zweite, höher und zum Heck hin versetzt sitzende Reihe wurden Thraniten genannt, nach den speziellen Schemeln auf denen sie saßen.
Die sich in ihrer Form stark unterscheidenden Ruderpforten wurden mit Ledermanschetten verkleidet. Das Ruder blieb beweglich, aber das Loch wurde gegen Wasser und Geschosse abgesichert.
Zum Schutz der Ruderer, die absolut wichtig für die Beweglichkeit eines Kriegsschiffes waren, verdeckte man das Sturmdeck mit Matten aus Schilf uder Tierhäuten, die Sonne, Regen oder Geschosse abhalten sollten. Dabei richtete sich das Material nach dem jeweiligen Zweck.
Um die Manschaft für den Kampf frisch zu halten, wurden die Schiffe bei größeren Entfernungen gesegelt. Vor einem Gefecht plazierte man Mast und Segel nach Möglichkeit am Ufer. Aufgerichtet durften sie auf keinen Fall bleiben, da sie die Fahrt gebremst und die Kämpfer eingeschränkt hätten. Es geschah nicht selten, dass das Segelwerk vom Gegner gestohlen wurde.
Zur Ausstattung der Dieren und der anderen Kampfschiffe zählten: Leitern zum Ein- und Aussteigen, Bootshaken, Wasserschöpfgeräte, Lot, Schwimmhilfen aus Kork, je zwei Rahen und Segel für verschiedene Witterungen, sowie ein Anker, der anfangs nur ein großer Stein war, bevor er die vertraute Form erlangte.
Die Gründe für den Untergang, oder das plötzliche Verschwinden der minoischen Zivilisation liegt weitestgehend im Dunkeln. Eine umstrittene Theorie geht davon aus das der Ausbruch des Vulkans Santorin um 1627 / 1628 v.u.z. der minoischen Kultur einen derartigen Schlag versetzte von dem sie sich nicht mehr erholte. Die Hypothese geht weiter davon aus, das der massive Ausbruch von gewaltigen Erdbeben und submarinen Rutschungen, die Riesenwellen –Tsunamis- ausgelöst haben, begleitet wurde. Bis es in der Folge zu gewaltigen Explosionen und dem fürchterlichen Calderaeinbruch kam. Eine riesige Aschesäule die bis in die Stratosphäre (40 km höhe) reichte und zahlreiche, tonnenschwere weit verprengte Bruchstücke des Zentralvulkans zeugen von der Gewalt der Eruption.
Als die Lebensbedingungen unerträglich wurden, verließ die Bevölkerung die Insel, ein Exodus, der erkennbar nicht unerwartet ablief, da weder Hausrat noch wertvolle Gegenstände zurückgelassen wurden. Auf den Dächern der zerstörten Häuser fand man Gras, was darauf hinweist, dass zwischen dem Ausbruch und dem Weggang der Bevölkerung wenigstens eine Regenzeit lag.
Besonders folgenschwer war, dass der Lebensnerv, die Flotte und Häfen, der Kultur vollständig vernichtet wurde. Die Schiffe, mit denen die Flüchtenden auf den umliegenden Inseln Schutz gesucht hatten, hielten den Riesenwellen nicht stand. Höchstwahrscheinlich waren nahezu alle geschützten Buchten, Strände, Häfen und Landungsplätze mit Schiffswracks übersäht und die Siedlungen auf Meereshöhe vernichtet. Auf Kreta wurden die Orte Mallia, Phaistos, und die bedeutende Flottenbasis Kato Zarko zerstört, auf Rhodos die Küstenstadt Kyrbe.

Minoische Diere Maße und Daten:
Höhe über alles: 750 mm Höhe mit Auflage: Noch im Bau
Länge über alles: 1800 mm Breite: 210 mm
Maßstab: 1:20
Arbeitsstunden: Bis jetzt ca. 3600 Std.
Pläne: Selbst recherchiert, gezeichnet und übertragen.
Quellen:
W. Mondfeld -Schiffbau in der Antike- Mosaik Verlag
I. Velikovsky –Die Seevölker- Umschau Verlag
-Die Seefahrer des Altertums- Bechtermünz Verlag
M. Kazev –Kyrenia Ship Projekt
Dr. D Williams& R. Gardener – Department of greek & roman antiques- British Museum London
C. Lionel & Macmillan – Seafarers & Seafighters of the mediteranian in ancien times – J.M. Dent & Sons