Neben dem rein theoretischen, habe ich auch einen realen, praktischen Bezug zum Meer. Eines meiner zahlreichen Hobbys ist das Meeresfischen.
Ich bin also durchaus in der glücklichen Lage, mittels Angel, Netz oder Reuse, der See etwas von ihrem Reichtum für meinen Teller abzuringen. In der Beziehung hab ich schon die eine oder andere brenzlige Situation erlebt.
Ich habe Kraft und Macht des Meeres kennengelernt, und angesichts dessen, einen riesen Respekt vor diesem ungezügelten Element.
Es ist eben nicht selbstverständlich, auf's Meer hinaus zu fahren und wieder zurück zu kommen...
Dieses Bewusstsein und die Tatsache, dass mir moderne Technik in Form eines Motorbootes, Kompass, Seekarte, Fernglas, Landmarken und Leuchtfeuer etc. zur Verfügung stehen, lässt in mir die Frage aufkommen: Wie groß muss wohl Neugier oder Not gewesen sein, die die Seefahrer der Antike auf dieses unbekannte, unberechenbare und gewalttätige Element hinaustrieb?
Ich empfinde große Achtung vor den Menschen die dieses Risiko auf sich genommen haben. Ich bringe diesen Respekt zum Ausdruck indem ich ihre Schiffe mit großer Sorgfalt, Genauigkeit und Liebe zum Detail rekonstruiere.
Dabei bringt jedes Projekt seine ganz eigenen Probleme bzw. Herausvorderungen mit sich.
Manchmal, ja ab und zu fühle ich mich ein wenig wie diese antiken Seefahrer, meist dann wenn ich ein neues Projekt angehe, wage ich mich auch auf „fremdes, unerforschtes“ Terrain vor.

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